stotterjuni.at | Stottern und Schule 1.0
Samstag, 30.05.2026, 08:30-16:00 Uhr
Die Fachveranstaltung stotterjuni.at 2026 | Stottern und Schule 1.0 stellt das Thema Stottern im schulischen Kontext für Lehrer:innen UND Logopäd:innen in den Mittelpunkt - praxisnah, interdisziplinär und verständlich.
In der FACHFORTBILDUNG für Studierende, Logopäd:innen und Sprachtherapeut:innen wird von Herrn Georg Thum dargestellt, wie ein Therapiebedarf von (ersten) Unflüssigkeiten im Schulalter sicher eingeschätzt werden kann. Darüber hinaus wird erläutert, wie das Stottern bedacht angesprochen wird und eine Elternberatung strukturiert geplant sowie geführt werden kann, damit sich die Eltern professionell begleitet fühlen.
Als weiteren Schwerpunkt wir die In-vivo-Arbeit (nicht nur) im Kontext Schule thematisiert: Alltag als Lernfeld, therapeutische Begleitung, der erste Schritt nach draußen, Umgang mit Barrieren.
Kursdetails
Zielgruppen
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Student:in
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Pädagog:in
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Sprachtherapeut:in
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Logopädin / Logopäde
Ziele
• Therapiebedarf sicher messen und einschätzen
• Befähigung zur Begleitung von In-vivo-Situationen, in welchen stotternde Kinder ihre Kommunikationsfähigkeiten selbstwirksam entdecken und erproben – sei es im Gespräch mit Gleichaltrigen, bei schulischen Anforderungen oder im öffentlichen Raum.
Voraussetzungen Die Fortbildung richtet sich an Studierende, Logopäd:innen und Sprachtherapeut:innen, die neue Impulse für ihre Arbeit mit Kindern und Jugendlichen suchen und den Transfer in den Alltag aktiv gestalten möchten. Es erwarten Sie praxisnahe Methoden, kollegialer Austausch und konkrete Ideen für Ihre tägliche Arbeit.
InhalteTHERAPIEBEDARF von unflüssig sprechenden Kindern mit aqäquatem Testmaterial richtig einschätzen
IN-VIVO-ARBEIT (nicht nur) im Kontext Schule
Wie schaffen wir es als Logopäd:innen und Sprachtherapeut:innen, dass Therapie nicht an der Tür der Praxis endet? Gerade bei Kindern und Jugendlichen mit Stottern (KJS), ist der Schritt vom geschützten Raum in reale Kommunikationssituationen oft entscheidend für nachhaltige Veränderungen. Wenn KJS lernen sollen, ihre Stimme zu finden, braucht es mehr als nur Sprechtechniken. Es braucht echte Erfahrungen im echten Leben – mit echter Unterstützung. Denn nur wer sich gesehen, verstanden und ernst genommen fühlt, kann Schritt für Schritt den Mut entwickeln, mit Stottern seinen Platz in der Welt einzunehmen.
In-vivo-Arbeit – das gezielte Ausprobieren in echten Lebenskontexten – kann hier zum Schlüssel für Selbstvertrauen und Handlungskompetenz werden.
In diesem Workshop erfahren Sie, wie Sie solche Alltagserfahrungen planen, begleiten und in den therapeutischen Prozess integrieren können. Ziel ist es, KJS dabei zu unterstützen, ihre Kommunikationsfähigkeiten selbstwirksam zu erproben – sei es im Gespräch mit Gleichaltrigen, bei schulischen Anforderungen oder im öffentlichen Raum.
Kursdauer 8 Seminareinheiten á 45 Minuten
Anmerkungen
8 Fortbildungspunkte von logopädieaustria
Georg Thum, Akademischer Sprachtherapeut M.A., ist seit über 30 Jahren auf Stottertherapie spezialisiert. Zusammen mit I. Mayer entwickelte er die Intensivtherapie »Stärker als Stottern«. Er arbeitet in seiner Praxis in München und ist als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Dozent an der LMU München tätig, wo er auch die Stotterberatungsstelle leitet. Thum ist Mitautor der AWMF-Leitlinie Redeflussstörungen (2016) und engagiert sich in der Fachwelt durch Fortbildungen und Veröffentlichungen. 2024 erschien sein Ratgeber "Stottern, Schule und Inklusion“, der Betroffene im Umgang mit Stottern im inklusiven Bildungssetting unterstützen soll.
Bei inhaltlichen Fragen steht Ihnen Frau Maria Grießer gerne zur Verfügung:
E-Mail: maria.griesser@fhg-tirol.ac.at
Tel.: +43(0)512/5322 76755